26.11 Einzelausstellung Galerie Müllhaupt, Köln
Kivalina 2010 (Art-Project/Climate Change zweiter Aufenthalt in Kivalina)bbe@web.de

Abholung meiner Gipsplatten. Rückflug nach Deutschland.
24.06.2010 Endlich konnte ich einen Eimer ergattern. Die sind hier rar und heiß begehrt. Mit Lona baue ich eine Trockentoilette nach dem Konzept von Peter Morgan.
16.06.2010 Es ist 18 Uhr, als wir in Kivalina auf der anderen Uferseite Moschusochsen sichten. Wir versuchen ihnen näher zu kommen, aber sie fliehen.
13.06.2010 Endlich kein Nebel mehr. Ich habe meinen Gips und kann loslegen. Abruck von einer Eisscholle.
13.06.2010 Was machen Kinder in Kivalina am Sonntag?
11.06.2010 Die sogenannten “sigl-uaqs” können seit diesem Jahr wegen des Klimawandels von den Inuits nicht mehr benutzt werden. “Sigl-uaqs” sind traditionelle Eiskeller – bis zu 5 Meter tief. Walfleisch und Fische müssen bei einer Temperatur von Minus 10 Grad gelagert werden. Diese Temperatur kann nun nicht mehr gehalten werden.(1)
8.06.2010 Fog-lifting: Manchmal scheint sich der Nebel aufzulösen, hält sich aber beharrlich. Das Meer ist spiegelglatt.
7.06.2010 Ständiger Nebel. Kein Flugzeug kann landen noch kann einer die Insel verlassen.
6.o6.2010 Auch dieses Jahr hat der Klimawandel seine Spuren hinter lassen.
5.06.2010 Eine richtige Sanitärversorgung gibt es in Kivalina nicht. Ich hatte angenommen, dass die schwarzen Container in dem die Exkremente gesammelt werden, anständig versorgt werden. Dem ist aber nicht so. Ich finde sie auf der Mülldeponie wieder. Die Exkremente dümpeln vor sich hin. Es riecht abgöttisch. Die Mülldeponie ist nicht gesichert.
5.06.2010 Milton brachte mir heute Fische.
3.09.2010 Von Kotzebue nach Kivalina. Ich überfliege den Polarkreis. Es ist regnerisch und kalt.
(1) Aus www.thearcticsounder.com Victoria Barber, 10. June 2010
Galerie Mülhaupt
Eröffnung
Freitag, den 4.9.2009 um 19 Uhr
Einführung
Helga Scholl
RAUM für KUNST
Sabine Bücher
In der Elisengalerie
Friedrich-Willhelm-Platz
52059 Aachen
fon/fax +49 (0)241 4544510
Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag bis Samstag von 12-17 Uhr
http://new.heimat.de/culturebase/terminausgaben/raum_fuer_kunst/index.html
PRESSE 4.09.2009, AN KULTUR Aachen:
Kunst ohne Künstlichkeit
Betty Beier zeigt „Erdschollen“ im Aachener Raum für Kunst
VON CHRISTOPH HAHN
Aachen. Das altmeisterliche Arbeiten „nach der Natur“ erfüllt Betty Beier mit ganz neuem Leben. In
Deutschland, China, Island und anderenorts nimmt die Künstlerin Abdrücke von – meist durch Bauprojekte
oder Tagebaue bedrohten – Landschaften. Die mit Gips hergestellten Abdrücke ergeben, zumal
mit den begleitenden Fotos, sinnlich starke Eindrücke, denen sich der Besucher der Ausstellung
im Aachener Raum für Kunst kaum entziehen kann. Leiterin Sabine Bücher präsentiert Beiers andere
Landschaftsbilder als dritten Teil einer Ausstellungs-Trilogie mit Schülern von Wolfgang Nestler,
dem in der Eifel lebenden Bildhauer und Professor an der Kunstakademie Saarbrücken.
Betty Beiers Arbeiten sind keine toten Museumsstücke, sondern sehr lebendige Tableaus, die den
Blick für das Besondere in jeder Landschaft schärfen. Darunter finden sich auch Bezüge auf die Region.
Der Betrachter meint die schrundige Erde des letzten, inzwischen längst abgebaggerten
Weizenfeldes im Bereich des heutigen Braunkohle-Tagebaus Inden riechen und schmecken zu können,
wenn er die an der Wand aufgehängte Abformung entdeckt. Selbst der aufkeimende Weizen scheint
noch grün zu sein – ist aber im wahrsten Sinne ein Kunstgriff mittels Pigmenten. In unmittelbarer
Nachbarschaft hängt das Relief eines alten fränkischen Friedhofs aus dem Tagebau-Gebiet.
Die Faszination des an und für sich Unspektakulären steigt wieder auf – ein Eindruck, der sich
durch die Fotos weiter rundet.
Insgesamt sechs solcher „Erdschollen“ zeigt die Künstlerin, die den Weg zu diesen Arbeiten über
die klassische Malerei gefunden hat, in Aachen. Dabei prägt sich das vor allem aus Algen und
Kunstharz geformte Abbild aus einem heute vom Wasser eines Staubeckens am Gelben Fluss (Huangho)
überspülten Gebiet ein: Alles scheint noch zu schwimmen, im Fluss zu sein – ein lebendiges „als
ob“, eine Kunst ohne Künstlichkeit. Pfiffig wirkt im Übrigen die Art und Weise, wie Betty Beier ihre
Fotos aus China zeigt: Sie hat sie in eine Transportkiste für ihre Gipsplatten von dort eingelassen.
Referenz und Reverenz gleichermaßen ist die Skulptur des Lehrers Wolfgang Nestler, die sich an der
abschließenden Fenster-Front des Kunst-Raumes findet. Auf Grund ihrer abfallenden Struktur bildet
sie in sich eine gewisse Landschaftlichkeit, zumal sich auf ihrer Oberfläche pflanzliche Gebilde
finden – eine wahrhaft runde Sache, diese Ausstellung.
12.08.2009 Schutzwall Kivalina
http://www.kunstfonds.de/einzelkuenstler.html

Unter Führung des Archäologen Dr. Fuchs durfte ich den Fahrerbunker betreten. Der ganze Bunker stand bis zu einem halben Meter unter Wasser. Die roten Markierungen zeigen Abnahmen von mir. / I was allowed to enter the drivers’ bunker guided by the archaeologist Dr. Fuchs. The entire bunker was submerged, the water up to half a meter deep. The red spots marks my imprints.
“Ministergärten”
Erdschollen und Fotografien
Einzelausstellung in der Galerie HBKsaar, Saarbrücken
7.Februar bis 8.März 2009
Eröffnung: Samstag 7. Februar 2009, 18:00 Uhr
Einführung: Prof. Matthias Winzen
Katalogpräsentation
Zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz, dort, wo sich einst die Ministergärten, später Hitlers Reichskanzlei und zuletzt der Todesstreifen befunden hatten, ist der Standort des Holocaust-Mahnmals (Mahnmal der ermordeten Juden Europas) sowie verschiedener Landesvertretungen der Bundesländer.
Dieses Grundstück, genannt Ministergärten, sowie die unmittelbare Umgebung dieses Areals sind historisch vorbelastet, von Bismarck bis Hitler standen hier buchstäblich alle im Sand. Die Freilegung der NS-Bunker während der Bauarbeiten 1997-1999 für das Holocaust-Mahnmal und die Vertretungen der Bundesländer löste eine Debatte aus, ob Fahrer- und Führerbunker unter Schutz gestellt bzw. der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten. Daniel Goldhagen forderte sogar, die Betonruinen unter internationale Protektion zu stellen. Befürchtete Wallfahrten von Neonazis einerseits, die unmittelbare Nähe des geplanten Holocaust-
Mahnmals andererseits, ließen die Debatte ins Leere laufen. Die freigelegten NS-Bunker verschwanden nach ihrer wissenschaftlichen Erkundung wieder unter der Erde, mit ihr die Diskussion um sie.
Von 1997 bis 1999 habe ich die Bauphase „Tiefenenttrümmerung“ begleitet und Spuren gesichert.
The area between the Brandenburg Gate and Potsdamer Platz – where once the Ministerial Gardens, later Hitler’s Reich Chancellary,
and last the so-called death strip were located – now accommodates the Holocaust Memorial (Memorial to the Murdered Jews of Europe), as well as several Länder representation buildings of German federal states.
This property, called Ministerial Gardens, as well as the immediate surroundings are burdened with history; from Bismarck to Hitler – all literally stood in the sand here.
The excavation of the Nazi bunkers during the construction phase for the Holocaust Memorial and the Länder representation buildings between 1997 and 1999 triggered a debate on whether Hitler’s shelter and the drivers’ bunker ought to be protected as historic
monuments and opened to the public. Daniel Goldhagen even demanded that the concrete ruins be put under international protection. The fear of neo-Nazi pilgrimages on the one hand, and the close proximity of the planned Holocaust Memorial on the other hand put an end to this debate. After the scientific research, the excavated Nazi bunkers once again disappeared beneath the earth, which ended the associated discussion.
Between 1997 and 1999, I accompanied the construction phase of underground demolition (“Tiefenenttrümmerung”), and secured traces.
Landesausstellung 2008
Eröffung: 27.06 um 19:30 Uhr
vom 27. Juni bis 31. August
Museum Schloss Fellenberg, Merzig
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 14-18 Uhr
und nach Veranmeldung
Torstraße 45a, 66663 Merzig
Telefon 06861/7930-30 und 31
http://www.museum-schloss-fellenberg.de/
Näheres unter: http://www.saarland.de/37952.htm